Pressemitteilung Wehr am 25.10.08

 

Niederzissener Kulturfreunde zu Gast in Wehr

Zu einem interessanten und informativen Besuch weilten jetzt ca. 25 Mitglieder des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins in Wehr. Als Gäste des Wehrer Brauchtums- und Verschönerungsvereins wurden sie auf der Treppe des ehemaligen Propsteigebäudes vom Vorsitzenden Rolf König begrüßt. Er zeigte sich mit dem zweiten Vorsitzenden Alois Adam, dem Geschäftsführer Armin Beu und dem Projektleiter Erich Scharrenbach  erfreut über die Initiative zu dem Besuch und stellte den Wehrer Verein und dessen Wirken vor. Bei der Begrüßung überreichte der Vorsitzende des Niederzissener Vereins Richard Keuler als Gastgeschenk einen, von Vorstandsmitglied Heinz Schröder als Vulkan gefertigten Bausenberger Krotzen, der die Vulkanausbrüche in beiden Orten als verbindendes Symbol darstellen soll.

 

Aber nicht das Gastgeschenk stand im Mittelpunkt des Besuches, sondern der Nachmittag diente dem gegenseitigen persönlichen Kennen lernen und dem Besichtigen des historischen Kerns von Wehr.

Erich Scharrenbach übernahm die Führung und erläuterte zunächst die Entwicklung Wehrs von den Anfängen in der Steinzeit über den Ausbau der Propstei durch das Kloster Steinfeld, deren Aufhebung in der napoleonischen Zeit. Die Größe der damaligen Anlage ist in der Örtlichkeit heute noch ablesbar.

Ein großes Projekt des Wehrer Vereins ist der wieder hergestellte Pfarrgarten. Gespannt und erstaunt hörten die Besucher aus Niederzissen, wie die von 2003 bis 2005 dauernden Arbeiten dem Garten seine heute wunderschöne Gestalt gaben. Anhand einer Bilddokumentation zeigte Erich Scharrenbach den Zustand vor und nach der Fertigstellung.

Immer wieder erstaunt sind Besucher der Wehrer Pfarrkirche St. Potentinus. Niemand vermutet beim Betrachten des romanischen Turms von 1230 im Innern eine barocke Kirche mit wunderschönen, reich verzierten Altären, Heiligenfiguren und Engeln, wie man sie den barocken Kirchen, vor allem im Süden Deutschland, findet. So sind neben vielen anderen eine Statue des großen Steinfelder Heiligen Hermann-Josef, des Wehrer Kirchenheiligen Potentinus und auch Mondsichelmadonnen zu sehen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Gewölbekellers im Propsteigebäude. Diese Gewölbe dienten in der Steinfelder Zeit als Lagerräume und Weinkeller, später als Ställe und werden heute, nach der mit Dorferneuerungsmitteln durchgeführten Renovierung, vorwiegend als Jugendräume und für kleinere, auch private Veranstaltungen genutzt.

Zum Abschluss trafen sich die Gäste aus Niederzissen mit den Wehrer Heimatfreunden zu guten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal und mit dem Versprechen zu einem Gegenbesuch in Niederzissen.

 

 Kulturverein

Bilduntertext: Vorsitzender Richard Keuler aus Niederzissen überreichte dem Wehrer Vorsitzenden Rolf König im Beisein der Niederzissener und Wehrer Heimatfreunde einen als Vulkan gestalteten Bausenberger Krotzen.