Pressemitteilung Wehr am 25.10.08

 

Niederzissener Kulturfreunde zu Gast in Wehr

Zu einem interessanten und informativen Besuch weilten jetzt ca. 25 Mitglieder des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins in Wehr. Als Gäste des Wehrer Brauchtums- und Verschönerungsvereins wurden sie auf der Treppe des ehemaligen Propsteigebäudes vom Vorsitzenden Rolf König begrüßt. Er zeigte sich mit dem zweiten Vorsitzenden Alois Adam, dem Geschäftsführer Armin Beu und dem Projektleiter Erich Scharrenbach  erfreut über die Initiative zu dem Besuch und stellte den Wehrer Verein und dessen Wirken vor. Bei der Begrüßung überreichte der Vorsitzende des Niederzissener Vereins Richard Keuler als Gastgeschenk einen, von Vorstandsmitglied Heinz Schröder als Vulkan gefertigten Bausenberger Krotzen, der die Vulkanausbrüche in beiden Orten als verbindendes Symbol darstellen soll.

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Presseberichte zu Kultur- und Heimatvereins Niederzissen



Juden im Brohltal: Spurensuche



Ein Stück Geschichte: Der jüdische Friedhof in Niederzissen - Kultur- und
Heimatverein informierte Bürger vor Ort



Spurensuche


In aufwendiger Kleinarbeit haben Mitglieder des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins Informationen über den Friedhof zusammengetragen. Am "Tag des offenen Denkmals" ließen sie Interessierte an ihrem Wissen teilhaben.
Beim "Tag des offenen Denkmals" war der jüdische Friedhof in Niederzissen ein Anlaufpunkt für historisch Interessierte. Alte Basalt-, Tuff- und Kunststeine, die nicht alle besonders standfest sind, erinnern auf dem steilen und unebenen Gelände an die Zeit, als das Brohltal noch eine starke Synagogengemeinde hatte. Brunhilde Stürmer vom Kultur- und Heimatverein Niederzissen berichtete über die Geschichte des Judenfriedhofs.

Experte übersetzte Inschrift

Presseberichte zu Kultur- und Heimatvereins Niederzissen


Die Synagoge von Niederzissen
Besichtigung durch den Kultur- und Heimatverein



chb. "Ein wichtiger Punkt für das Wirken des Kultur- und Heimatvereins ist die Erforschung der jüdischen Geschichte Niederzissens sowie der Erhalt und die Pflege des jüdischen Erbes", erklärte Vorsitzender Richard Keuler. Dies machte der Verein bereits durch die Vorstellung des jüdischen Friedhofs im September 2007 sowie die Rückführung und Aufstellung des Grabsteines Feit im darauf folgenden Monat deutlich. Ein weiterer Punkt war die Vorlage eines Konzepts an den Gemeinderat, wie ein Erwerb der Synagoge und die anschließende Nutzung angegangen werden könnte.
Eine Entscheidung hat der Niederzissener Gemeinderat noch nicht gefällt, nutzte aber entsprechend am 16. Februar eine Besichtigung der Synagoge zur weiteren Meinungsbildung. Die Eigentümerfamilie Blankart hatte dem Kultur- und Heimatverein das Gebäude hierfür zur Verfügung gestellt. Das lockte auch interessierte Bürger an, zu denen auch Landtagsabgeordneter Guido Ernst und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bersheim gehörten.
Einen historischen Rückblick gab Vorstandsmitglied Brunhilde Stürmer, die unter anderem die Entwicklung des jüdischen Lebens in der Gemeinde näher beleuchtete. Natürlich wusste sie auch zur Geschichte der Synagoge einiges zu berichten: "1838 erwarb die jüdische Gemeinde das Grundstück in der Mittelstraße, was mit einer Scheune und einem Haus bebaut war. Die Scheune wurde abgetragen und 1844 entstand an gleicher Stelle das Synagogengebäude." Auf einem Ortsplan von 1890 wird der Bereich dann schon als "Judengässchen" bezeichnet - die umliegenden Häuser waren alle von Juden bewohnt.